Angelika Fleckenstein
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Cafe Nieblum Inh. Jenny Rethwisch (24.12.2008) •••••
Nieblum… eigentlich fehlt ein “e” am Ende des Dorfnamens :-), denn das Dorf IST eine Blume auf dieser Insel. Viele Häuser im typisch friesischen Baustil mit Reet gedeckt, Straßen mit Kopfsteinpflaster, wenige kleine Restaurants und Cafés, die Waffelstube, Läden mit Kleinkunst, Handarbeiten… Und ich war erstmals in der Vorweihnachtszeit dort. Könnt ihr euch das vorstellen? Es wird früh schon dunkel, die Luft ist eisig und überall erblickt das Auge beleuchtete Fenster, Weihnachtsschmuck blinkt überall, Schornsteine rauchen… ich hab mich gefühlt wie in einem Märchen.
Zuerst besuchte ich den Adventsmarkt in Nieblum. Klein aber seeehr fein!!! Echte, zum teil allerwinzigste Handarbeiten zum Schmücken des Christbaums, Gebäck, Eingemachtes und natürlich jede Menge Tee angeboten in einer himmlisch geborgenen Atmosphäre.
Was liegt nach diesem Augenschmaus näher, als gleich mal nebenan im Café Nieblum einzukehren, um der Kälte des nordischen Wetters mit frischem Kaffee oder Tee und hausgebackenem Kuchen Herr zu werden? Türe auf und du trittst in eine warme heimelige Atmosphäre ein, in der - schon wieder - Weihnachtsdüfte einladen, Platz zu nehmen und mit einem entspannten Seufzer dich zurückzulehnen, einen Moment die Augen schließend innezuhalten…
Die Behaglichkeit des Cafés ist kaum zu übertreffen. Es ist groß, aber durch die Aufteilung bleibt ein wenig private Atmosphäre erhalten, in der man zu zweit, zu viert oder in größerer Gesellschaft an einem Tisch sitzen kann. Man trifft nette Menschen und lernt sie auch einfach kennen, denn meist ist das Café Nieblum sehr gut besucht und es finden sich fremde Menschen an einem großen Tisch zusammen, kommen ins Gespräch. Ungezwungen, freundlich, aufgeschlossen.
Waffeln mit Vanilleeis (ich bin nun mal ein Eisfan), Kirschen und Sahne (muss einfach sein) wähle ich und die Dame, mit der ich gemeinsam dort eingekehrt bin, entscheidet sich für frischen Apfelkuchen. Wortlos (das will für Frauen was heißen!!!) genießen wir Waffel, Kuchen und Kaffee, bevor wir (dann wieder plaudernd) die herrliche Geborgenheit verlassen.
Würde der Insel-Bus noch öfter fahren, wir wären sicher noch geblieben…
Das Café ist natürlich nicht nur im Herbst/Winter ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch dann, wenn Freiluftsaison ist. Dann ist Kaffeetrinken draußen angesagt. Unter großen Schirmen ist man vor der Sonne geschützt, kann entspannt auf den großen Teich mit Schwänen und Enten blicken und genießen… später am Abend die untergehende Sonne hinter Baumwipfeln… und träumen.
Cafe Milchbar (22.12.2008) •••••
Draußen stürmt’s und regnet’s. Wir kämpfen uns den Sandwall hinauf und dann nix wie rein zu “Bübchen”. Dass das Café Milchbar heißt, ist mir erst in diesem Jahr bewusst geworden. Wenn ich mit meiner Schwester oder mit meiner Freundin dorthin ging, hieß es immer: Los, gehen wir auf einen Pharisäer zu Bübchen. Gemeint ist der Wirt. Der ist zwar kein Bübchen (mehr), aber sein verschmitztes Lächeln, seine temperamentvoll-freundliche Art passen noch zu diesem Spitznamen.
Das Café Milchbar ist Gemütlichkeit pur! Legendär fast sind die Windbeutel in verschiedenen Variationen und die Waffeln…mhmmm… lecker, lecker, lecker! Ein jedes Schleckermäulchen kommt auf seine Kosten. Hier ist Genießen Trumpf - nicht Kalorienzählen.
Schnell sind wir dann auch aufgewärmt. Statt Pharisäer haben wir aber für Kaffee und zwei, drei Sorten der ungezählten Tees entschieden und - Waffeln und Windbeutel, natürlich.
Zu jeder vollen Stunde gibt’s ein geflötetes Liedchen von der kleinen Figur gleich neben unserer Sitzecke, die Gäste horchen auf, wer das Liedchen kennt, schmunzelt. Zu fortgerückter Stunde wird es schummerlich: das Licht wird gedimmt, die Kerzen flackern auf den Tischen. Es wird noch gemütlicher und keiner hat mehr Lust, die Milchbar zu verlassen. Geht aber leider nicht anders, denn da, wo ich schlafen muss, gehen um halb elf am Abend die Türen zu. Und wer will schon draußen schlafen, wenn die Nordseewellen so heftig mit dem Sturm schlagen an den Strand ;-)
Café Milchbar - ein unbedingtes Muss beim Besuch in Wyk.
Stellys Hüs (20.12.2008) •••••
Wundert mich nun überhaupt nicht, dass hier schon Beiträge geschrieben wurden!!! Die beschriebenen Eindrücke kann ich von A bis Z nur bestätigen, mich den Lobgesängen über die fantastischen selbstgebackenen Kuchen und Torten nur anschließen. Hierbei sei angemerkt, dass der Gast Einblick in die Backstube haben kann. Ich habe direkt davor gesessen und bin schon vom Backduft ganz heißhungrig geworden.
Die Töpfereien sind eine Wucht!!! Die Werkstatt ist offen in das Café integriert. Hier stehen auf Bestellung gefertigte Stücke vor und nach dem Brennen im mächtigen Brennofen zum Bestaunen. Selbstverständlich kann man aus dem Regal heraus auch einkaufen, was fertig ist. Natürlich kam ich auch bei keinem Besuch ohne das eine oder andere schöne Stück aus dem Café; und in den nächsten Tagen wird noch etwas, das ich bestellte nachgeliefert - ein kleines selbstbereitetes Weihnachtsgeschenk. So hab ich ein Stück der warmen Gemütlichkeit des alten Hauses hier bei mir, genieße Kaffee oder Tee und erinnere mich… seufz
Heimelig ist es! Innen mutet es wie ein Puppenstübchen an. Gemütliche Sitzecken mit unterschiedlichen Möbeln, dennoch ist alles dekorativ und farblich geschmackvoll aufeinander abgestimmt. Die Atmosphäre lebt von den unzähligen Kleinigkeiten. Wunderschön! Und Behaglichkeit pur! Am liebsten wäre ich direkt eingezogen…
Reha-Zentrum Utersum auf Föhr (18.12.2008) •••••
”...freuen wir uns, Sie am 26.11.2008 in unserem Reha-Zentrum Utersum auf Föhr begrüßen zu dürfen.” Mhm, einerseits endlich! andererseits mhm?! Einerseits war ich froh, diese Chance zu bekommen, andererseits waberte dieses nicht benennbare Gefühl durch meine Magengrube, bei dem Gedanken, was mich dort wohl erwarteten würde…
Bei 190 Betten, über die das Reha-Zentrum verfügt, dachte ich erschrocken an ebensoviele Krebs-Atemwegs-Haut-Psychosomatisch-Kranke, und ich fühlte etwas Bedrückendes angesichts dieser Anhäufung kranker Menschen an einem Ort. Der Blick ins Internet ließ auch kein gutes Gefühl entstehen, wenn man den fast kasernenartig anmutenden Vorkriegsbau des Zentrums erblickte.
Ich schob alle unangenehmen Gedanken und Gefühle so weit wie möglich in eine Ecke und studierte in aller Ruhe die informativen Unterlagen, die man mir von Utersum zugesandt hatte. Alles, was ich las, dämpfte mein Unbehagen etwas.
Am meisten freute ich mich, dass mir das Glück zufiel, auf diese meine Lieblingsinsel reisen zu dürfen. Da wäre doch schon durch die Nordsee, das herrlich rauhe Klima mit Wind und Kühle das Beste für meine Genesung getan und der Rest… na ja, abwarten.
Nach über 8 stündiger Zug- und Fährenreise kam ich in Wyk am Hafen an und bestieg mit 5 anderen Patienten den Klinikbus.
Als wir mit dem Bus vor den Eingang fuhren, dachte ich plötzlich an den Film “Mädchen in Uniform” und mein Unbehagen verstärkte sich erneut. Allerdings nur so lange, bis die Anmeldeprozedur begann und ich fühlte, wie freundlich und herzlich die Menschen sind, die dort arbeiten.
Das Reha-Zentrum ist im Innern ebenso weitläufig wie außen. Alles ist jedoch durch aushängende Pläne mit den farblich unterschiedlich gekennzeichneten Ebenen sehr gut zu finden. Außerdem wurden die Neuankömmlinge durch die einzelnen Gebäudetrakte geführt, damit sich für die anstehenden Therapien auch niemand verlaufen konnte.
Das Innere ist viel freundlicher und wärmer gestaltet, als man es außen vermutet. Die Zimmer sind überwiegend hell durch große Fenster. Weniger hell sind leider jene, die gleich gegenüber den großen Fichten nach Osten raus beziehungsweise die sich im Erdgeschoss befinden.
Ich hatte auch hier großes Glück, dass ich ein Zimmer erhielt in der 3. - also obersten - Ebene unterm Dach mit dem Blick über die Fichten hinweg direkt auf die See. Bei klarem Wetter konnte ich Amrum sehen. Außerdem hatte ich Gelegenheit sowohl den Tagesanbruch heraufdämmern zu sehen als auch fantastische Sonnenuntergänge zu erleben.
Nun ist eine Reha nicht unbedingt als Erholungskur anzusehen. Insofern gab es für mich einen straffen Therapieplan, der dennoch die Möglichkeit für zwischenzeitliche Strandspaziergänge ließ. Die einzelnen Therapien ergänzen einander und sind optimal auf das entsprechende Krankheitsbild zugeschnitten. Sollte irgendetwas am Therapieplan nicht angenehm erscheinen, zeitlich zu dicht gestaffelt oder das eine oder andere auch mal zu anstrengend werden, so kann man als Patient Rücksprache mit den Schwestern im Stationszimmer bzw. mit dem Arzt/der Ärztin nehmen. Man reagiert in Utersum weitgehend flexibel im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten.
Ein interessantes Freizeitangebot und die Möglichkeiten über die gesundheitlich notwendigen Therapien hinaus an freiwilligen Angeboten teilzunehmen ergänzen das Programm sinnvoll.
Im Speisesaal finden sich dann alle Patienten zu festen Zeiten drei mal täglich. Ich sage hier jetzt nur, dass das Essen wirklich gut, abwechslungsreich und gesund ist und lasse mich nicht über Einzelheiten aus. Dieser Speisesaal ist das einzige, was mich persönlich etwas gestört hat. Wegen der Lärmentwicklung. Wenn nahezu 190 Menschen an Tischen mit Messern und Gabeln auf ihren Tellern herumklirren und reden… oh je, meine armen Ohren. Dennoch ziehe ich dafür jetzt keinen Stern ab. Lieber lobe ich hier die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Servicepersonals.
Die medizinische und psychologische sowie die physiotherapeutische Betreuung möchte ich als optimal bezeichnen, auch wenn ich gelegentlich kritische Töne bei Mitpatienten vernahm. Ich konnte mich in keiner Weise beschweren. Sehr angenehm empfand ich den Umstand, dass ich als mündige Patientin, als Kooperationspartner angesehen wurde. Dies ist jeder Therapie äußerst dienlich.
Tja, ich darf im nächsten Jahr an einer weiteren Reha-Maßnahme teilnehmen. Freue mich schon! Ratet mal, auf welches Reha-Zentrum meine Wahl fällt…
Jawoll, Utersum auf Föhr. Mein anfänglich etwas skeptischer Eindruck hat sich absolut gewandelt und ist 100 % positiv geworden.
Weitere Informationen könnt ihr im Internet finden.
St. Vitus Kapelle (03.11.2008) •••••
After the disappointment of not getting into the castle I directed my attention to the small chapel behind the castle. To my delight I found that the gates were wide open. Unfortunately you can only peer through the ironclad grating, but still….Its here that you get a further surprise. In this chapel on September 10th, 1894 the composer Richard Strauss and singer Pauline de Ahna were wed. This is engraved and can be read on the left of the entrance. Lovely…
The chapel which was erected in the 12th century but burnt down completely on February 13th, 1843. Two years later it was restored completely. Archbishop Carl August sanctified the chapel on August 11th, 1849. The picture on the high alter was a present from the Cardinal and Archbishop of Scharzenberg-Salzburg, who on his travels saw the burnt down chapel and showed his sympathy with this present.
I’m afraid that you can no longer go into the St. Vitus Chapel. It is currently having a wood shingle roof fitted, typical for this region.
