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Letzte 5 Bewertungen
Hotel Toro (08.01.2009) •••••
Polanski & Co - ein Hotel zum Fürchten.
Zwei Wochen haben wir das Internet durchkämmt wie ein Flusensieb nach dem richtigen Hotel über Silvester in Amsterdam. Zimmer-Preise die wie Porsche-Aktien gehandelt werden, ohne dass man verstünde warum.. Das Interieur ließ meist zu wünschen übrig. Dunkle und billige Möbel, kaltes Ambiente, riesen Hifi-Deckel neben dem Nachtkästchen, weitab von romantisch.
Endlich, so dachten wir - sind wir am Ziel, als wir das Hotel Toro im Internet fanden. Vier Sterne, opulent bis barock, gemütlich, komfortabel - genau das Richtige, wenn man sich 3 Tage wirklich wohlfühlen möchte in einer Stadt.
Und so haben wir uns auf dem Weg gemacht.
.................. Kennen Sie den Polanski-Film: Rosmaries Baby?
So in etwas fühlte ich mich, als ich das Zimmer im Hotel Toro in Augenschein nahm. Schon an der Rezeption (klein, etwas sehr bescheiden, ein Portier in Casual Wear, der aber zugegeben sehr nett war) war ich leicht irritiert, denn von dem feudalen Eingang war weit und breit nichts zu erkennen.
Auffallend: Teppiche und Einrichtung dunkel bis schwarz, Zustand eher abgehalftert bis bescheiden.
Das Zimmer war der Knaller. Unterm Dach, Schräge aus schwarzem Balken direkt über der Nase. Dusterer Teppich, grün, schwarz, rotbraun (sah alles gleich aus) - gelbe Vorhänge am Fenster befestigt (so dass man nicht raussehen konnte) - dringend zu waschen. Möbel dunkel, Tapeten, Einrichtung kein drei Sterne Standard (Das Toro hat aber vier!) - und die Krönung: Energiesparlampen mit
allerhöchstens 30 Watt - mit anderen Worten: Eine GRUFT!
Schwarze Haare auf dem Handtuch, Dreck in den Ecken,
defekte Eimer, Fingerabdrücke auf dem Spiegel und an den Fliesen, Badewanne ohne Emailschicht, dafür mit schwarzen Streifen überall…
Soll ich weitermachen? :o)
Ok. Bliebe nur zu sagen, dass wir den vollen Preis zahlen mussten, der Hotelmanager sein armes Personal vorgeschoben hat, sich aber nicht bequemt hat, mit uns zu reden - Frühstück haben wir erst gar nicht ausprobiert -
gottseidank. Schwarze Haare auf dem Teller hätte ich
nicht mehr verkraftet..
(Bar Italiano) A Tavola (21.11.2008) •••••
Wer kennt das nicht… Es ist Mittag in der Stadt, das Meeting ging wieder länger als geplant, den ewigen Imbiss kann man nicht mehr sehen und man hat Hunger! JA - das sowieso - aber irgendwie auch Lust auf einen kleinen Italienurlaub. Weg von deutscher Geschäftigkeit, Büroräumen und technokratischen Menschen. Ein, zwei Stündchen mit Freunden oder Kollegen oder auch in aller Stille gut essen, trinken, sein Lachen wiederfinden. Dann nix wie hin ins “A Tavola”, ein bisschen italienisches Flair und besondere Liebenswürdigkeit tanken. So muss es sein: Kleine, wirklich leckere und typisch italienische Gerichte, ordentliche Weine Glasweise (man kann sich auch eine gute Flasche aus dem Weinregal aussuchen)
Mein Favorit (und bis jetzt hat noch jeder neidisch auf meinen Teller geguckt): Spinosini (das sind feine selbstgemachte hauchdünne Nudeln) mit Parmaschinken in Zitronensauce - einfach himmlisch, und das Ganze für 9,50€.
Espresso ist auch vom Feinsten und die Nachspeisen (Profiteroles, Tiramisu, Kuchen) kann man alle mit Genuss verspeisen. :o) Im Hinterhof-Gärtchen sitzt man wie in einer Laube, angenehm schattig, ruhig und bepflanzt - eine kleine “Isola” für (davor)triste Bürotage. Gespeist wird das Ganze vom Feinkostladen “Il Nuraghe” nebenan . Ebenfalls sehr empfehlenswert. Und so stimmt der Satz auf der Homepage tatsächlich haargenau: “Mittags einkehren, die Stadt-Hektik vor der Tür stehen lassen, zur Ruhe finden und “la dolce vita” geniessen - mi piace molto!”
Atrium-Kino (21.11.2008) •••••
Nachruf
Es gibt Dinge, die können mich richtig traurig machen. Und dazu gehört, dass das schönste Kino Nürnbergs geschlossen hat. Das Atrium. “Ein Filmpalast aus der guten alten Kinozeit, komplett neu renoviert und mit modernster Licht- und Tontechnik für anspruchsvollen Filmgenuß in unwiderstehlich charmantem Ambiente” so stehts im Netz noch geschrieben, aber ist mittlerweile durch den Tod von Ronald Eckhardt, Leiter des Kinos, noch früher als geplant ein für allemal geschlossen worden.
Ich hab dort so viele Filme gesehen - jeder der nach Nürnberg kam, musste wenigstens einmal im Atrium gesessen sein unterm “Sternenzelt” mit der großen Leinwand und dem unbezahlbar nostalgischem Gefühl von “So war Kino früher”. Wenn ein Film kam, guckte ich immer, ob er im Atrium lief - und so kams, dass ich dort Stammgast wurde. Und es bleibt nicht das einzige Kino - irgendwann wird nur noch das Cinecitta stehen..
und ob ich dann noch ins Kino gehe..
das weiß ich nicht…
Palais Schrottenberg (26.10.2008) •••••
Ein Wochenende malerisches Bamberg zwischen Dom, Burgen, Fachwerk, (Herbst)wäldern und Kultur: da darf die Unterkunft schon mal angemessen sein und ich bin glücklich, wieder einen kleinen Schatz entdeckt zu haben - das Palais Schrottenberg, die ehemalige Residenz der Grafen Schrottenberg aus dem Jahre 1710, mittendrin in der Bamberger Altstadt, einen Steinwurf vom Bamberger Dom entfernt. Man kann dort alles zu Fuß erkunden und das Auto stehenlassen. Ich habe selten so etwas Schönes bewohnt! Ein riesiges Barockzimmer (Nummer sechs) mit Flügeltüren, drei Räumen, davon ein Bad aus Marmor mit Wanne und separater Dusche, alles topmodern von den Armaturen, Föhn, Spiegel, Zubehör - dann eine Art Ankleide-Vorraum und ein Wohn-Schlafraum vom mindestens 30qm mit Stuckdecken, Parkett, einem Traumbett mit Wandbehang (Liebende) drüber, DesignSofa, Flachbildfernseher, Minibar, Telefon, großem Schrank. Ich habe dafür 90€/Nacht bezahlt - vielleicht ein Sonderpreis, weil ich so kurzfristig blieb - wirklich günstig für den Luxus. Das Frühstücksbüffet war reichlich und schön angerichtet - der Barocksaal hat noch beeindruckendere Stuckdecken. Es gibt ein Restaurant und einen Extra Parkplatz (der kostet pro Nacht 9€) und man kann im Garten sitzen. Schön gemacht: alle Annehmlichkeiten, modernes Design gemixt mit altem Barock - das muss man können! Und sehr sehr freundliches Personal. Also DA geh ich wieder hin!
Fisch u. Meer Hans Schels Inh. Maren Frey (22.10.2008) •••••
Ooops, schon wieder Ende der Woche, irgendwelche Ideen für das Wochenende? Man möchte am Freitag vielleicht liebe Gäste empfangen und irgendwas Besonderes für den Liebsten kochen. Wie wärs mit frischen Jakobsmuscheln oder einem Loup de Mer? Fisch und Meer ist für mich die Adresse in Nürnberg. Versteckt in einer kleinen Straße mitten in der Stadt, Parkplätze gibts, aber bisschen umständlich - ansonsten TOP.
Hier ist der Fisch wirklich FRISCH und man bekommt jedesmal Tipps und gute Rezepte. Ach irgendwie hat man auch das Gefühl, dass die Schels ihre Fische selber mögen. :o)
Dazu gibts Wein und Obst/Gemüse der Saison - soweit ich gehört habe auch Mittagstisch mit Fischgerichten. Die Preise sind fair und teilweise sogar richtig günstig. Und der Fisch: mmhhhhhhhhhh!!! :)
