Gartenfriedhof und Gartenkirche

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Gartenfriedhof und Gartenkirche - Hannover

Adresse: Marienstr. 6, Ecke Warmbüchenstr. , 30171 Hannover

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Ronja114 (02.03.2008) •••••

Der Gartenfriedhof

Ein sehr alter Friedhof und geschichtsträchtig. Viele bekannte Persönlichkeiten der Stadt Hannover sind hier bestattet. Zum anderen gibt es hier Gräber, die schon allein durch ihre Geschichte bemerkenswert sind.

Das berühmte "offene Grab". Es liegt direkt neben der Kirche, wo eine Birke aus der Gruft gewachsen ist und dadurch den Grabstein angehoben hat. Der Grabstein dieses Grabes trägt die Inschrift : "Dieses auf ewig gekaufte Grab darf nie geöffnet werden".

Ein weiteres faszinierendes Naturereignis das Grab des Senator Röhrs, abgeschirmt durch ein Eisengitter. Durch dieses Gitter ist ein Ahornbaum gewachsen und hat es vollkommen eingeschlossen.

Charlotte Kestner, geborene Buff, die für Goethe das Vorbild der "Lotte" war.

Die Astronomin Charlotte Herschel

Heinrich Tramm - der Platz vor dem neuen Rathaus wurde nach ihm benannt - der das "Welfenschloss" Universität - gebaut hat.

Georg Friedrich Grotefend, einer der wenigen, der damals die altpersiche Keilschrift entziffern konnten.

Der Maler Johann Heinrich Ramberg

So bietet jetzt auch eine bronzene Orientierungstafel im Eingangsbereich, Mitte der 90er Jahre dankenswerterweise gestiftet vom Rotary Club Hannover-Leineschloß, die Möglichkeit eines Rundgangs über den Friedhof entlang der wichtigsten noch erhaltenen Grabdenkmäler. Die Nummern auf dieser Tafel sind identisch mit denen im Heftchen des Grünflächenamts der Stadt Hannover.

Die Gartenkirche

Die alte Gartenkirche war im Laufe der Jahre baufällig und zu klein für die Zahl der Gemeindemitglieder geworden und wurde 1886 abgerissen. In den Jahren 1887-1891 wurde durch den Architekten Rudolph Eberhard Hillebrand eine neugotische Hallenkirche aus Deistersandstein errichtet, die am 8. Februar 1891 eingeweiht wurde. Weitere Neugründungen von Gemeinden erfolgten danach:

1907 die Nazarethkirche in der Südstadt,
1908 die Markuskirche in der List,
1927 die Friedenskirche im Zooviertel,
1936 die Bugenhagenkirche (Südstadt),
1954 die Melanchthonkirche (Bult).

An diese acht Tochtergemeinden erinnern acht Rundfenster im heutigen Kirchenschiff der Gartenkirche.

Die Kirche war von außerordentlichen Dimensionen, sowohl außen mit ihrem fast 85 Meter hohen Turm, der Monduhr am Kirchturm (eine Halbkugel, halb mit Blattgold belegt, halb schwarz lackiert; sie zeigt, von einem Turmuhrwerk angetrieben, die Mondphasen an und existiert noch heute), , den Treppentürmen und der vielfältig gestalteten Dachlandschaft mit Dachreitern und Wimpergen. Die Kirche besaß auch die größte Orgel Hannovers, gebaut von P. Furtwängler & Hammer, wodurch die Gartenkirche zu einem der Zentren der hannoverschen Kirchenmusik in den 1930er-Jahren wurde, u. a. durch den Organisten Walter Schindler. Alles wurde in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 1943 ein Raub der Flammen, als Bomben die Kirche schwer beschädigten und der brennende Turmhelm auf den Friedhof stürzte. Jedoch hielt das Deckengewölbe stand, ebenso blieben Altar, Kanzel und Taufstein erhalten. Schon 1945 fasste der Kirchenvorstand den Beschluss zum Wiederaufbau der Gartenkirche, die Wiedereinweihung am Gründonnerstag, dem 14. April 1949 durch Landesbischof Lilje wieder eingeweiht wurde. Der Wiederaufbau zog sich bis zum Ende der 1950er-Jahre hin. Auf die Wiedererrichtung des Turmhelms und der Dachreiter wurde verzichtet. Hinzu kamen die Buntglasfenster im Altarraum der hannoverschen Künstlerin Ruth Margraf (sie zeigen die biblischen Geschichten von Jesu Seewandel, dem Verlorenen Sohn und dem Barmherzigen Samariter). 1960 erhielt die Kirche ein neues Geläut von fünf Bronzeglocken. Die Unsachgemäßheit des Wiederaufbaus der 50er-Jahre, die teilweise eher einer Zerstörung der neogotischen Einrichtung glich, zeigte sich bei der Restaurierung und Renovierung des Kircheninneren in den Jahren 2001-2003, als der Zustand des Hillebrandschen Kirchenbaus teilweise wiederhergestellt werden konnte. Auch die Orgel, erbaut von Paul Ott , wurde restauriert und erweitert und kehrte wieder auf die Orgelempore an der Westseite zurück - bis auf das Rückpositiv, das um ein Bassregister erweitert als Chororgel an der Nordempore verblieb und von einem separaten Spieltisch funkgesteuert bespielt werden kann.

In dieser Kirche bin ich konfirmiert worden und habe dort auch später geheiratet











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