Hochbrückenlauf
Öffnungszeiten: Mo - Sa: 9:00 - 19:00
So: geschlossen
Adresse: Start+Ziel: Charles-Roß-Ring 53, Start+Ziel sind am Ernst-Barlach-Gymnasium, 24106 Kiel
Website: www.lg-albatros-kiel.de/hochbr...
Letzte Bewertung
Serviervorschlag (17.03.2008) •••••
Der Hochbrückenlauf in Kiel ist ein Volkslauf, der dieses Jahr (2008) zum 21. Mal stattfand. Im Angebot waren auch dieses Jahr die Kurzstrecke mit 16,1 Kilometern und die Langstrecke mit 29,8 Kilometern.
Die lange Strecke wird gerne als Trainingslauf für die Teilnehmer des Hamburg-Marathons im April genommen. Ich habe mich offenbar zu spät entschlossen, mich mich an die Langstrecke zu wagen - seit 1.2.08 gab es leider keine Startplätze mehr.
Die Anmeldung fand auch dieses Jahr über stgk.de statt – dort konnte man sich auch in eine Warteliste eintragen. Auf der Seite des Veranstalters hieß es jedoch, es seien keine Um- oder Abmeldungen und Nachmeldungen möglich, dementsprechend stagnierte auch der Stand der Warteliste.
Ich ließ mich trotzdem nicht daran hindern, an dem Lauf teilzunehmen; mein Freund und ich liefen zusammen im “Wohlfühltempo” - er als Trainingslauf für die Hamburg-Marathon-Vorbereitung, ich aus Spaß.
Die Strecke führt von Projensdorf in Kiel über die Levensauer Hochbrücke, von dort aus eine “Schleife” über Altwittenbek und Neuwittenbek. Es folgt ein ganzes Stück am Nord-Ostsee-Kanal, welches mit der Überquerung der Holtenauer Hochbrücke gekrönt wird. Von da aus ist es dann nicht mehr weit zum Ziel.
Obwohl es mein erster Hochbrückenlauf war, kann ich ihn schon jetzt zu meinen Lieblingsläufen zählen. Von der Landschaft und vom Erlebniswert her ist der Lauf wirklich einmalig. Und obwohl nicht zuletzt die beiden Hochbrücken über den Kanal dafür sorgen, dass man während dieses Laufs ca. 400 Höhenmeter überwinden muss und ich normalerweise ein ziemlicher “Berglegastheniker” bin, sind mir die Steigungen nicht unangenehm aufgefallen. Das lag unter anderem sicher daran, dass es einfach so viel zu sehen gab, die Stimmung toll war und wir nicht auf Zeit gelaufen sind (das würde ich auch bei den nächsten Hochbrückenläufen immer wieder so machen – für einen Tempolauf stelle ich mir diese Strecke unangenehm anstrengend vor.)
Der Lauf war bestens organisiert und die Atmosphäre einfach toll. Vom LTV-Ost gibt es mehrere Tempoläufer - wer also eine bestimmte Zeit laufen möchte, kann sich einer Gruppe anschließen und wird mit und von dieser in seiner Wunschzeit bis zum Ziel geführt.
Versorgungsstände befanden sich bei km 6 / 12 / 18 und 22,5 – die habe ich aber nicht frequentiert, schließlich hatte ich ja keine Startgebühr bezahlt. Mein Freund berichtete, dass das Wasser kohlensäurehaltig war - das hätte ich während des Laufens ohnehin nicht trinken können. Während des Laufs bildeten sich immer wieder Grüppchen, mit denen geplaudert wurde, alles sehr entspannt! Netterweise hatten wir auch noch allerbestes Wetter, kein Niederschlag und streckenweise sogar Sonne.
So kamen wir nach 2 Stunden und 52 Minuten gut gelaunt ins Ziel.
Wie bei den meisten Volksläufen gab es auch hier eine Tombola. Zum ersten Mal habe ich es allerdings erlebt, dass es schon eine Vorauslosung gab. Mit Erhalt der Startunterlagen konnte man mit ein bisschen Glück also schon zu den Gewinnern der Vorauslosung zählen. Den Gewinn konnte man sich dann nach Einlauf ins Ziel abholen (tja, erst die Arbeit, dann das Vergnügen ;-)
Positiv überrascht hat es uns, dass es neben Kuchen auch vegetarische Gemüsesuppe gab, die man auf Wunsch mit Wurst anreichern konnte. Häufig ist es ja so, dass es bei Veranstaltungen dieser Art Suppen gibt, in denen die Wurst schon mitgekocht wird und somit für Vegetarier nicht mehr genießbar sind. Ebenso lobend erwähnen möchte ich die Toiletten-Situation. Ich glaube, das war der erste Lauf, den ich erlebt habe, in dem es keinen Toilettenmangel gab!
Das Einzige, was ich nicht ganz verstanden habe, war die Sache mit der Warteliste. Die hätte man sich meines Erachtens sparen können, wenn von der Veranstalter-Seite das Nachrücken und/oder Nachmeldungen ausgeschlossen werden.
