Liebermann Villa am Wannsee

Rating_5
Liebermann Villa am Wannsee - Berlin

Adresse: Colomierstr. 3, am Wannsee, 14109 Berlin

In iPhone Maps anzeigen

Tel: +49 30 80583830

Website: www.max-liebermann.de

Letzte 5 Bewertungen

Klaus65 (21.06.2008) •••••

Ich finde auch, dass der Liebermannverein Großartiges geleistet hat.

In kurzer Ergänzung zu den anderen Schreibern nur noch:

Der Garten ist wunderschön und der Blick auf die wiederhergestellten Birken nachdem man die entsprechenden Bilder vorher im Haus gesehen hat, der Blick verzaubert!!

Wer Liebermann mag und noch dazu eine unprätentiöse Villa am Wannsee in Ruhe geniessen möchte, der sollte keinesfalls den Weg dahin verpassen.

Übrigens rechne ich - im Gegensatz zu einem anderen Schreiber - auch nicht wirklich mit hervorragenden Speisen im Museumscafé. Das ist gut für ein Wasser oder einen Café. Sonst empfehle ich eher: Geht in eine Restaurant oder ein Café, wenn Ihr essen wollt.

Hier ist Ruhe, Liebermann und “fallenlassen” angesagt!

Wolfram (07.06.2008) •••••

1995 gegründet, hat der Verein schon Großartiges für die Kultur in Berlin geleistet . So in der Wiederbelebung des Andenkens des ehemaligen Präsidenten der preussischen Akademie der Künste, an den weltberühmten jüdischen Maler Max Liebermann, der 1935 nach Demütigungen und Verfolgung durch die Nazis starb.
Seine großzügige Sommerresidenz ist heute auch Domizil der Max-Liebermann-Gesellschaft und zugleich ein kongeniales Museum. Die Räume können auch für private Anlässe angemietet werden.
Die Max-Liebermann-Gesellschaft betreibt auch den Museumsshop und richtet zahlreiche spannende Veranstaltungen und sogar Malkurse aus. Der Max-Liebermann-Gesellschaft hat Berlin viel zu verdanken und ein Besuch am Wannsee lohnt sich sehr.

hansimglueck (06.06.2008) ••••

sehr lobenswert, was die max-liebermann-gesellschaft
mit der wiederherstellung der villa und der einrichtung
des museums geleistet hat-

ein kleiner makel:
das auftauen von bofrost-pizzen in der küche im erdgeschoss
ist olfaktorisch eine zumutung
und passt in keinster weise zum grossbürgerlichen ambiente-

Niclas Grabowski (22.01.2008) •••••

Leute, heute bauen wir ein Museum. Was sich so naiv anhört, hat hier ein Verein von engagierten Mitbürgern einfach getan. Und weil in Berlin zwar niemand Geld hat, aber viele dafür ungewöhnliche Fähigkeiten und viel Zeit, ist daraus ein besonderes Museum geworden, mit besonderen Stärken und besonderen Schwächen.

Die meisten Berliner kennen die Liebermannvilla nur in einem halbfertigen Zustand. Denn die längste Zeit war dies kein Museum sondern ein Ruderclub. Und es hat wirklich Jahre gedauert, das dann wieder hinzubekommen. Das zeigt, dass man mit dem kulturellen Erbe in dieser Stadt nicht immer sehr bewusst umgegangen ist, selbst dann, wenn es hier um einen bekannten, jüdischen Künstler ging, der in den letzten Jahren seines Lebens auch in Opposition zum Dritten Reich stand. Dabei war seine Bedeutung als Künstler schon zu Lebzeiten fast unumstritten, so war er 12 Jahre lang Präsident der preussichen Akademie der Künste. Nur der Kaiser, der hatte seine Bilder wohl nicht gemocht. Sie waren ihm zu modern.

Hier, in der Villa am Wannsee, haben die Liebermanns seit 1910 gewohnt. Es ist kein großes Haus, für ein typisches Museum reicht es eigentlich nicht. Aber es liegt wunderbar, nicht nur durch seine Wasserlage, sondern auch durch den Blick in einen sehr schönen und historisch korrekt gestalteten Garten. Im Haus ist ein kleines Cafe. Im Sommer ist es hier wunderbar, wenn man die Terasse vor dem Haus nutzt, in den Garten und auf den Wannsee sieht und sich es einfach gut gehen lässt.

Bilder gibt es natürlich auch zu sehen. In der Villa hängen ca. 40 Gemälde des Künstlers, einige zeigen Motive des Gartens. Insgesamt sind dies allerdings nicht die stärksten oder bekanntesten seiner Gemälde. Die sieht man eher in der alten Nationalgalerie oder in der Hamburger Kunsthalle. Dennoch lernt man hier viel über Liebermann, denn man kann sich gut vorstellen, wie er hier selbst saß und es sich gut gehen ließ. Bis dann 1933 die Sorgen überhand nahmen.

AboRasul (08.06.2007) •••••

Das von Privatpersonen initiierte Projekt Liebermann Villa am Wannsee hat den Charme eines Liebhaberprojekts - das ist eindeutig positiv gemeint. Sehenswert sind die schön wieder hergerichtete Villa selbst, die einen Eindruck vom Leben in den Wannsee-Colonien bietet, und der Garten mit Zugang zum Wannsee. Dieser Garten ist allerdings noch nicht ganz fertiggestellt, da einige Teile noch dem Nachbarn gehören. Die Ausstellung im Haus selbst ist nicht sehr bedeutend, vermittelt allerdings einen Eindruck von der Kunst der damaligen Zeit und die Ausstellungsstücke stehen vielfach in Beziehung zum Wannsee. Nach der Besichtigung kann man nett drinnen oder draußen sitzen und den tollen Ausblick bei einem Stück Kuchen genießen.



Lade...