Galeria Lafayette
Letzte 5 Bewertungen
ghost1982 (20.11.2008) •••••
Einfach ins Untergeschoss und ein Glas Champagner trinken um danach im 1. OG ein Schnäppchen zu machen bei den Herrenklamotten Bekannter Marken.
Für Berliner Verhältnisse sehr schön.
CaraLala (18.11.2008) •••••
Ich bin ein großer Fan vom Lafayette. Tolle Parfumerieabteilung mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Verkäuferinnen. Auch die Lingerieabteilung ist sehr gut sortiert und führt Marken, die ich sonst nicht so einfach hier bekomme. Vielleicht ist es ein bisschen teurer, aber dafür ist das Ambiente edel, aufgeräumt und Wühltisch frei und die Mitarbeiter sind bemüht und freundlich.
sekarini (07.11.2008) •••••
Von den französichen Lafayettes inspiriert ging ich auch mal in Berlin dorthin. Die Preise waren ungelogen teilweise doppelt so teuer, wie in Frankreich… Und das fand ich dann doch ein bisschen unverschämt teuer. Ich würde nur dort einkaufen, wenn ich unbedingt ein französisches Produkt haben möchte, das ich woanders nicht bekomme.
jogi_66 (29.10.2008) •••••
Zum Shoppen ist die “Galeries Lafayette” eigentlich nicht besonders interessant. Mir ist hier noch nix untergekommen, was es nicht auch an anderen Orten gibt.
Spaßig wirds eher im Keller. Hier ist ein Feinschmeckerparadies mit einer gelungenen Auswahl an französischen und spanischen Spezialitäten. Allerdings hat das seinen Preis. Wenn aber gerade Austerntage sind ( 2St. für 1,50 EUR) kann man sich das auch mal gönnen. Da der Essensbreich im Keller offen gestaltet ist, wirkt das ambiente eine bisschen hektisch und unruhig. Der Service ist manchmal etwas ruppig, deswegen ein Stern Abzug.
P.S.: Ulkig finde ich, dass man oft vom Personal mit “Guten Tag, Monsieur” angesprochen wird und dass es hin und wieder französische Durchsagen gibt.
Labude (27.10.2008) •••••
Der Papst meinte neulich: «Wir sehen jetzt durch den Zusammenbruch der großen Banken, dass Geld einfach verschwindet, dass es nichts bedeutet» und wenn es eines Beweises bedurft hat, dass der Papst zurecht kein Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage der Bundesrepublik ist, dann ist er damit erbracht. Geld ist nämlich niemals weg. Geld ist nur woanders. Wenn bei der KfW beispielsweise jemand 300 Mio. an eine zahlungsunfähige Bank überweist, ist das Geld nicht weg, sondern wird an die Gläubiger verteilt. Weil das aber Gläubiger sind und keine Gläubigen, übersteigt es die Vorstellungskraft und das Urteilsvermögen des Papstes. Aber das mit der eingeschränkten Vorstellungskraft und Urteilsfähigkeit des Papstes kennen wir ja aus anderen Zusammenhängen. Das mit der Verhütung und der Sünde zum Beispiel.
Wenn wir also konstatieren, dass der Papst nicht unfehlbar und Geld niemals weg, sondern nur bei jemand anderem ist, bleibt, ist die Erkenntnis, dass sinnvollere und weniger sinnvolle Wege gibt, einen Haufen Geld zu diesem anderen zu schaffen. Man könnte es an Lehman Brothers überweisen oder bei einem Hütchenspieler verzocken. Das wäre ziemlich blöd aber weiter unschädlich. Oder man könnte es der Katholischen Kirche, dem republikanischen Wahlkampfkomitee oder dem Jihad Islamia spenden. Das wäre ziemlich blöd und außerdem ziemlich schädlich. Will man hingegen eine Menge Geld sinnvoll, schnell und unschädlich vom eigenen Konto auf das eines Anderen schaffen, sind die Wahlmöglichkeiten beschränkt. Ich habe für mich selbst eine ziemlich probate Methode entwickelt: die Lebensmittelabteilung der Galeries Lafayette.
Man könnte dort innerhalb einer halben Stunde einen Jahrgangschampagner Dom Perignon, ein Dutzend Austern, eine kleine Käseauswahl, etwas getrüffelte Gänseleberpastete und einen ordentlichen Bordeaux gegen einen Harz-IV-Regelsatz eintauschen. OK, die Gänseleberpastete müssten wir weglassen, weil die (wenn auch unanständig lecker) natürlich nicht unschädlich, sondern total ökologisch unkorrekt ist. Zwei Filets vom Loup de Mer würden es ja auch tun. Ich finde, das ist ein verdammt effektiver und dabei auch noch ziemlich lustvoller Weg der Geldverschiebung. Stellen Sie sich mal vor, sie hätten das gleiche Geld in die Kollekte gegeben und dann anschließend etwas über Überbevölkerung und Aids in der Dritten Welt gelesen. Mann, würden Sie sich ärgern!
Weil ich so wahnsinnig effektiv dann auch wieder nicht bin, lasse ich den Champagner stehen. Ist eh nicht gut für den Magen. Aber an dem Comté Extra Reserve, dem Crottin de Chavignol (den es nirgendwo besser – und teurer gibt) oder einem Chabichou fermier, alles in perfekter Reife, kann ich einfach nicht vorbeigehen. Ich behaupte, es gibt in Deutschland keine bessere Auswahl von französischen Käsen. Es gibt hunderte Sorten und man darf sie alle probieren, wenn man nett fragt. Die Mitarbeiter an der Käsetheke haben Ahnung und geben, wenn man Neues ausprobieren will – und das will man fast immer, gute Empfehlungen. Sie behalten die Geduld auch dann, wenn mit einer langen Schlange im Rücken „von diesem auch noch ein klltzekleines Stück“ will. Wenn man sich eine kleine Auswahl für einen Abend zu zweit zusammenstellt und noch eines der herrlichen Baguette und einen freundlichen Roten von der Loire mitnimmt, kommt man auf 25 bis 30 €. Das ist zwar nicht billig, aber immer noch sehr lustvoll. Hätte man für den gleichen Betrag schlechten Wein und schlechten Käse gekauft, hätte man zwar viel mehr zu tragen, aber das Geld wäre tatsächlich irgendwie – verschwunden.
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Ach ja, insgesamt gibt es 5 Etagen, auf denen es vom Parfüm bis zum Mieder alles Mögliche gibt, wovon ich keine Ahnung habe. Der große Glastrichter in der Mitte ist eine Touristenattraktion, von der offenbar die Legende besteht, es bringe Glück, wenn man Geld hineinwirft. Das ist ein bisschen das Friedrichstraßen-Äquivalent zum Applaus bei der Landung des Ferienfliegers.
